Abfluss verstopft? – Mit diesen Tipps wird er wieder frei

Abfluss verstopft

17 Okt 2017 Kategorien: Allgemein

Das Spülbecken steht voller Geschirr, im Bad hat sich die beste Freundin verschanzt, und in wenigen Minuten klingeln Freunde – Partytime. Jetzt noch schnell die Gesichtsmaske abwaschen, Make-Up auflegen und los. Supergau: Der Abfluss ist verstopft. Die Maske tropft auf das Geschirr, trübe Brühe mit Essenszeiten schwappt im Ausguss, und Du hörst die ersten Schritte im Treppenhaus. Bloß nicht in Panik verfallen: Mit ein paar einfachen Tricks ist der Abfluss nicht mehr verstopft, sondern schnell wieder frei.

Warum verstopft der überhaupt?

Gute Frage. Der Abfluss kann an zwei Stellen verstopfen. Einerseits können sich Ablagerungen rund um die Schrauben und Stangen bilden, die das Abflusssieb an Ort und Stelle halten. Weiter unten, im Siphon ist die zweite Schwachstelle. Lagern sich hier Partikel ab und werden nicht weggespült, kommt irgendwann auch kein Wasser mehr durch. In der Regel ist der Abfluss in der Küche oder im Badezimmer verstopft.

In der Küche wird oft mit Essen hantiert. Öl aus den Pfannen und Töpfen, faserige Pflanzenfasern, Spülmittelreste und andere Partikel und zähe Flüssigkeiten landen im Ausguss. Vieles ist, im heißen Wasser gelöst, noch recht verträglich. Fett beispielsweise ist dann flüssig und wird einfach weggespült. Im Kontakt mit dem kalten Abflussrohr kühlt aber auch das Spülwasser aus, das Fett wird kühl und flockt aus, verklumpt und setzt sich fest. Das ist klebrig. In der Masse können sich andere Partikel festsetzen, so dass aus dem leichten Fettfilm im Abflussrohr schnell ein dicker, stinkender Klumpen wird.

Im Badezimmer sind natürlich nicht die Essensreste Schuld, wenn der Abfluss verstopft. Hier sind Seifen, Kosmetika, Haare und Fingernägel das Problem. Haare hängen sich gerne um die Schrauben und Gewinde, die im Abfluss verbaut sind. Daran hängen sich Seifenreste, Cremereste und Hautfett fest. Haarspülung und fetthaltige Kosmetika wird in den Abfluss gespült und verklebt mit den Haaren. Wenn dann noch Finger- und Fußnägel über dem Waschbecken geschnitten werden, fließt bald nichts mehr ab.

Wehret den Anfängen! Abfluss verstopft kann verhindert werden

Daraus ergibt sich schon ganz logisch, wie Du verhindern kannst, dass Dein Abfluss verstopft. In jedem Drogeriemarkt sind kleine, sehr feine Siebe erhältlich, die auf den Ausguss gelegt werden. Dort verfangen sich Haare, geschnittene Nägel, feinste Flusen und Partikel. Auch in der Küche ist so ein feines Sieb im Ausguss nützlich. Du solltest es allerdings regelmäßig in den Mülleimer entleeren und mit einem Taschentuch sauber wischen. Bitte auf keinen Fall unter fließendem Wasser reinigen!

Es ist allerdings nicht besonders appetitlich, diese feinen Siebe von Hand zu reinigen. Daher ist es verständlich, wenn Du das ablehnst. Du kannst Deinen Ausguss auch auf andere Art und Weise sauber halten. Beispielsweise, indem Du Deine Haare grundsätzlich nicht über dem Waschbecken kämmst. Schneide Deine Finger- und Fußnägel über dem Mülleimer statt über dem Waschbecken.

In der Küche solltest Du darauf achten, dass Du Essensreste in den Mülleimer entsorgst, bevor Du das Geschirr abspülst. Auch Ölreste in der Pfanne und fettigen Schmier in Töpfen solltest Du erst einmal mit einem Papier aufnehmen, bevor Du die Kochutensilien spülst. So gelangen weniger Dinge in den Abfluss, die ihn verstopfen könnten. Regelmäßiges Reinigen mit sehr heißem Wasser spült außerdem den eventuell doch vorhandenen Fettfilm weg, so dass sich nichts festsetzen kann.

Der Akutfall: Abfluss verstopft

Zurück zur Party und der Vorbereitung. Vergiss Deine Maske, vergiss die Freundin im Badezimmer. Räum als erstes das Spülbecken frei (oder eben das Waschbecken, das gerade verstopft ist).

Und dann gehst Du schrittweise folgendermaßen vor:

  1. Fang den groben Schmutz mit einem Tuch oder einem Sieb aus dem Wasser heraus.
  2. Benutze eine Saugglocke (regional auch Pömpl, Pümpel oder Gummistopfen genannt) und versuche, durch Unterdruck die Verstopfung zu lösen.
  3. Gelingt das, sammel die im Waschbecken auftauchenden groben Partikel mit einem Sieb oder einem Tuch ab. Das Wasser wird anschließend alleine ablaufen.Gelingt es nicht, kannst Du einen chemischen Abflussreiniger zielgenau in den Abfluss einbringen. Halte Dich genau an die Angaben auf der Packung, die Chemikalien sind meist nicht ganz ungefährlich.
    Solltest Du Chemikalien ablehnen oder nicht zur Hand haben, kannst Du einen großen Eimer unter das Waschbecken stellen und den Siphon abschrauben. Mit dem Eimer fängst Du das austretende Wasser auf. Den Siphon reinigst Du in einem anderen Eimer, am besten mit einem fettlösenden Mittel. Ist der Siphon sauber, kontrollierst Du das Rohr, das zum Abfluss führt. Sind hier keine Verstopfungen zu erkennen, kannst Du Dein Waschbecken wieder komplett zusammenbasteln.
  4. Nachspülen. Am besten mit einem fettlösenden Reinigungsmittel. Und damit nicht gleich wieder der Abfluss verstopft, kannst Du (wenn Du das vorher noch nicht gemacht hast) auch einen Eimer unter den Siphon unter dem Waschbecken stellen und den Siphon abschrauben. Im Eimer fängst Du das austretende Wasser auf, anschließend reinigst Du den Siphon gründlich und mit fettlösenden Reinigungsmitteln in einem anderen Eimer.
  5. Eimer ausgießen. Der Inhalt der beiden Eimer sollte aber auf keinen Fall in Waschbecken oder Toilette landen. Sammel die größeren Schmutzpartikel aus dem Wasser heraus und entsorge sie im Hausmüll. Das Schmutzwasser kannst Du direkt in einen Pulli oder einen anderen groben Abfluss gießen, so dass nichts verstopft.

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