Steingarten anlegen und gestalten

Bild: Steingarten

27 Jul 2017 Kategorien: Allgemein

Steingärten sind ideal für alle, die wenig Zeit für die Pflege eines Gartens aufbringen, aber trotzdem einen kontrastreichen Blickfang haben möchten. Besonders gut machen sie sich an trockenen, sonnigen Standorten, bevorzugt an Steillagen oder Hängen. Doch selbst in Kübeln oder auf Miniflächen lässt sich ein Steingarten mit dem charakteristischen Wechselspiel aus alpinen Pflanzen und dekorativen Steinen anlegen.

Die Gartenplanung

Ein Steingarten ist wie ein Kurzurlaub im Gebirge und sieht mit einer durchdachten Pflanzenauswahl das ganze Jahr über ansprechend aus. Eine leichte, zur Sonne ausgerichtete Hanglage, die idealerweise ein Gefälle von zehn Prozent aufweist, ist ideal, damit der Wasserablauf sichergestellt ist, denn die Pflanzen im Steingarten reagieren empfindlich auf Staunässe. Auf einem ebenen Grundstück werden einfach kleine Hügel aufgeschüttet oder terrassenartige Stufen angelegt. Alternativ kann auf einer Ebene auch ein Geröllgarten angelegt werden, wichtig ist nur, dass eine dicke Drainageschicht für den Wasserablauf als Untergrund platziert wird. Das gilt auch, wenn ein Miniatursteingarten in einem Beet oder einem Pflanzkübel angelegt werden soll.

Bild: Steingarten grauSteingartenpflanzen sind anspruchslos, ein lockerer, nährstoffarmer Boden verschafft ihnen das nötige Wohlfühlklima. Probleme gibt es hingegen bei lehmigem Boden. Falls keine andere Fläche zur Verfügung steht, kann mit Kies oder Sand, die in die Erde eingearbeitet werden, Abhilfe geschaffen werden. Vor der Anlage des Steingartens sollte unbedingt ein Plan gezeichnet werden, auf dem auch die Lichtverhältnisse eingetragen sind. Überlegt werden sollte auch, wo welche Steine platziert werden, denn nicht jede Pflanze verträgt jeden Untergrund. So wachsen kalkempfindliche Pflanzen auf kalkhaltigem Gestein nicht an. Die Skizze ist auch ideal, um ein Farbkonzept festzulegen, denn ein kunterbunter Steingarten wirkt schnell unruhig.

Die richtigen Steine

Die Steine sind das wichtigste Gestaltungsmittel im Steingarten. Steine aus der Region sorgen für das richtige Mikroklima und wirken authentisch. Wer seine Steine selbst sammelt oder sie aus einem nahe gelegenen Steinbruch holt, kann überdies viel Geld sparen. Für Kies und Steine sind je nach Gartengröße zwischen 20 und 200 Euro einzuplanen. An Gesteinssorten eignen sich Granit, Basalt, Sandstein, Schiefer, Gneis und Kalkstein. Die Steine sollten unterschiedliche Größen haben, damit der Garten optimal gestaltet werden kann. Wenn zu viele Sorten gemixt werden, wirkt das Gesamtbild schnell überladen, daher sollten es nicht mehr als zwei Gesteinssorten sein. Akzente können mit eingefärbten Kieseln aus dem Fachhandel gesetzt werden. Auch die Größe der Steine muss zum Garten passen, bei kleinen Flächen sollten lieber mehrere mittelgroße Brocken als überdimensionierte Findlinge gesetzt werden.

Die Pflanzenauswahl

Bild: Pflanzen für den SteingartenDa ein Steingarten in erster Linie eine Landschaft im Gebirge abbildet, sind die Steine dominant, während die Pflanzen für Farbtupfer sorgen und nicht zu üppig platziert werden sollten. Ein Klassiker sind die sich schnell ausbreitenden Polsterstauden wie Steinkraut, Polsterphlox und Blaukissen. Die gelbe Walzenwolfsmilch sorgt im Frühjahr zusammen mit wilden Narzissen für einen Rausch in Gelb. Auch Blumenzwiebeln wie wilde Tulpe und Blaue Traubenhyazinthe machen sich gut im Steingarten. Als Sommerblüher empfehlen sich Zierlaucharten und Sonnenröschen. Ein weiterer Blickfang sind Frauenmantel, Küchenschelle, Katzenpfötchen und Adonisröschen. Auch Kräuter können ihren Platz im Steingarten finden. Ganzjährig Freude machen verschiedene Ziergräser. Im Winter bieten sich immergrüne Miniaturbäume an, zum Beispiel Zwergkiefer und Zwergmispel. Die Bepflanzung muss nicht teuer sein, wenn die gängigen Sorten ausgewählt werden, belaufen sich die Kosten je nach Größe des Gartens auf 100 bis 200 Euro.

Den Steingarten anlegen

Wenn der Steingarten neu angelegt wird, muss zuerst das Unkraut gründlich entfernt werden, denn die langsam wachsenden Steingartenpflanzen werden schnell überwuchert. Danach wird die Drainageschicht aus Schotter und Kies in etwa 20 cm Tiefe gelegt und mit leicht steiniger Erde aufgefüllt, dabei können schon Hügel und Täler geformt werden. Darüber wird ein Unkrautvlies ausgebreitet und wiederum mit steiniger Pflanzenerde abgedeckt. Jetzt können größere Steine entsprechend drapiert werden. Die Pflanzen sollten erst eingesetzt werden, wenn die Steine ihren Platz gefunden haben. Zwischen den einzelnen Pflanzen braucht es genügend Spielraum, da einige Sorten sich mit der Zeit sehr ausbreiten und die Steine überwuchern könnten, was die Konzeption der Anlage zunichtemacht. Ist der Steingarten am Hang angelegt, müssen Stufen gesetzt werden, da der Untergrund leicht abrutschen kann. Ein guter Zeitpunkt, um den Steingarten zu konzipieren, ist zwischen November und März.

Die Pflege

Ein Steingarten ist anspruchslos. Nach dem Anwachsen und regelmäßigem Wässern der Pflanzen ist Gießen nur während einer Hitzeperiode notwendig. Unkraut muss allerdings regelmäßig entfernt werden, doch das Unkrautvlies dämmt die Plage recht zuverlässig ein. Moos auf dem Boden gehört nicht in den Steingarten, da es den Pflanzen den Sauerstoff nimmt. Gedüngt werden muss im Steingarten nicht, auch Schädlingsbefall ist ein nahezu unbekanntes Phänomen. Im Winter schützt die Schneedecke die Pflanzen, fehlt diese, muss bei Frost mit Reisig abgedeckt werden.

Titelbild – Urheber: torsakarin / 123RF Lizenzfreie Bilder

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