Urinstein entfernen – so geht’s!

Bild: Urinal mit Urinstein

03 Jul 2017 Kategorien: Allgemein

Urinstein bildet sich wenn kalkhaltiges Wasser mit Urin reagiert. Der Stein setzt sich in Lagen ab, so dass viele die Bildung zunächst überhaupt nicht mitbekommen. Wenn man den gelblich-brauen Belag dann in der Toilette sieht, ist es meist schon zu spät: Mit normalen Reinigungsmethoden kommt man nicht mehr weit. Doch Urinstein entfernen geht mit Hausmitteln ganz einfach.

Sauer macht sauber

Urinstein entfernen kann wirklich unangenehm sein. Die Verbindung sitzt meist tief in den Toiletten und ist zu einer harten Masse kristallisiert. Mit der Klobürste und etwas WC-Reiniger kommt man hier nicht mehr weit – härtere Bandagen müssen her. Um Urinstein zu entfernen muss man wissen, wie er entsteht. Kalk aus dem Wasser und Harnsäure verbinden sich und werden dann mit Hilfe eines basischen Ph-Werts zu hartem Stein. Um dieser Mischung auf den Leib zu rücken eignen sich Säuren also besonders gut. Deshalb finden sich in vielen WC-Reinigern entweder Zitronensäure, Salzsäure oder Ameinsensäure. Diese löst die harte Verbindung auf und lockert den Urinstein so, dass er meist mit Hilfe einer Klobürste weggeschrubbt werden kann.

Hautmittel gegen Urinstein

Doch es muss nicht immer der teure Reiniger aus dem Supermarkt sein. Auch mit Hausmitteln, die jeder im Schrank hat kann man effektiv Urinstein entfernen. Essig ist eines der besten Mittel dafür. Einfach über Nacht im Klo einwirken lassen und mit der Klobürste nachschrubben. Vorher sollte man die Toilette so weit es geht von Wasser befreien, damit der Essig so unverdünnt wie möglich wirken kann. Wer über Urinstein an unerreichbaren Stellen klagt, z. B. unter dem Toilettenrand, kann ein Stück Klopapier mit dem Essig tränken und über Nacht auf die Stelle auflegen. Wer einen Entkalker zu Hause hat, z. B. für die Kaffeemaschine, kann diesen auch zur Reinigung der Toilette verwenden. Meist sind diese Entkalker auf Basis von Zitronensäure formuliert und wirken deshalb auch besonders gut bei Urinstein. Zahnprothesen-Reinigungstabs bestehen in der Regel aus einer Mischung aus Zitronensäure und gutem, einfachem Backpulver. Damit lösen sie den Urinstein nicht nur mit Hilfe der Säure, sondern auch durch das Sprudeln der Säure. Wer noch keine dritten Zähne hat, kann die Mischung aus Säure, z. B. Essig und Backpulver ebenfalls wieder über Nacht in die Toilette geben.

Urinstein entfernen - bewährt haben sich:
  • Essig
  • Zitronensäure (als Pulver oder Tabs)
  • Reinigung-Tabletten für Zahnprothesen (“Corega-Tabs”)
  • Backpulver oder Natron
  • Cola (enthält ebenfalls Säuren)

Bei sehr hartnäckigen Verschmutzungen kann man das Klo komplett von Wasser befreien um den Urinstein zu entfernen. Dafür das Wasser zunächst mit einer Klobürste in Richtung Abfluss pumpen und den Rest dann mit einem Handtuch trockenlegen. Ist die Toilette wasserfrei, einen Brei aus Zitronensäure oder Essigessenz und Natron auf den Urinstein geben.

So lange wie möglich einwirken lassen – am besten über Nacht.

Vorsicht vor scharfen Waffen

Viele Menschen gehen dem Urinstein mit Brachial-Methoden an den Leib: Schraubenzieher, Messer und sogar Hämmer versprechen schnellen Erfolg, da der Urinstein buchstäblich abgemeißelt werden kann. Wer Urinstein entfernen möchte, sollte von solchen Verfahren aber Abstand nehmen. Meist lässt sich nicht der gesamte Stein mit Gewalt entfernen, so dass Rückstände weiter kristallisieren und später nur umso schwerer zu entfernen sind. Außerdem zerkratzt man mit großer Wahrscheinlichkeit das Porzellan. Das wiederum führt dazu, dass sich Urinstein später umso besser absetzten kann. Die angegriffene Oberfläche bietet dem Stein perfekten Halt und lässt sich dann nur sehr schwer wieder entfernen.

Keine Wunder erwarten

Egal, für welche Methode man sich entscheidet, bei hartnäckigem Befall ist eine Säuberung in nur wenigen Minuten fast unmöglich. Urinstein setzt sich in Lagen ab – jeden Tag kristallisieren Kalk und Urin zu einer Kalk-Magnesiaverbindung, mit Hilfe von Bakterien und einem hohen Ph-Wert verbindet sich das ganze zu einer steinharten Schicht, die besondern in älteren Toiletten und Urinalen gut haftet. Je mehr Schichten sich bilden können, desto härter wird der Urinstein. Auch die stärksten Reiniger können diese Schicht dann nur von oben angreifen und müssen sich praktisch durch alle Schichten ‘fressen’. Deshalb kann es sinnvoll sein, besonders bei sehr hartnäckigen Fällen, dem Urinstein mehrere Tage bzw. Nächte hintereinander auf den Leib zu rücken.

Urinstein vorbeugen

Entgegen dem landläufigem Glaube entsteht Urinstein nicht nur durch die Bestandteile des Urins, sondern erst dann, wenn er in Kontakt mit kalkhaltigem Wasser kommt. Wer also in einer Gegend lebt, die besonders viel Kalk im Leitungswasser aufweist, muss also besonders aufpassen. Damit der unschöne Kalk in der Toilettenschüssel erst gar nicht entsteht, sollte man Vorbeugemaßnahmen ergreifen und wenn möglich täglich die Toilette mit einem WC-Reiniger schrubben. Auch ein Schuss Essig oder saurer Reiniger, der jede Nacht in die Toilette gegeben wird, hilft vorzubeugen.

Übrigens: Das Etap-Hotel in Berlin nutzt übrigens besonders weiches Regenwasser, aufbereitet natürlich, für die Spülung seiner Toiletten. Durch den extrem niedrigen Kalkgehalt des Regenwassers hat die Hotelkette kaum Urinstein in seinen Klos zu beklagen – das freut nicht nur die Gäste, sondern auch das Reinigungspersonal.

Quelle: TheIntelligence

Bildernachweis: pixabay / coo public

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